Die Bullet-Journal-Methode

Autor: Ryder Carroll
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Der perfekte Organisationswerkzeugkoffer von Ryder Carroll. Besonders gut geeignet für Leute die ständig den Kopf voll haben.

Vorgeschichte
Ich bin jemand, der sich leicht ablenken lässt. Wenn ich ein Gespräch führe, kann es schon einmal passieren, dass ich meinen Gesprächspartner unterbreche und ihn auf den lustig aussehenden Pudel hinweise, bevor ich dem Hund euphorisch hinterherjage. 😉
So ist das auch in meinem Alltag. Ich verliere mich schnell in Details und vergesse dann, was eigentlich mein Ziel war. Deshalb suchte ich seit längerem nach einem Werkzeug, um Ziele, Termine und To-Do’s immer im Blick zu haben.

Ich hatte auf Youtube schon einige Videos zum Thema „Bullet Journal“ gesehen. Es wurden einfache Notizbücher vorgestellt, die so gestaltet waren, dass sie meinen Bedürfnissen gut hätten gerecht werden können. Doch offen gesagt, war ich abgeschreckt, da die meisten dieser Bücher auf einem hohen künstlerischen Niveau gestaltet wurden und schon die Basics für mich unerreichbar schienen.

Bei einem meiner Schlenderbesuche bei Dussmann, stolperte ich zufällig über „Die Bullet Journal Metode“. Auf der Rückseite hieß es: „…Ryder Carroll erfand die Bullet-Journal-Methode…“.

Bis dahin dachte ich das ganze sei ein Trend aus dem Internet. Ich wusste nicht, dass diese Bewegung einen Erfinder hat. Umso interessierter war ich, als ich nun sein Buch in den Händen hielt. Nach einer ausführlichen Schmökerrunde, in einer gemütlichen Ecke meines Lieblingsbuchladens, beschloss ich das gute Stück zu kaufen.

Worum geht es?
„Die Bullet Journal Methode“ verwandelt jedes handelsübliche Notizbuch, optimalerweise gepunktet, in einen Werkzeugkoffer zur Organisation und Dokumentation des eigenen Lebens. Mit Hilfe von sogenannten Collections verschaffe ich mir Übersicht über meine Ziele, meine Termine und meine To-Do’s. Das ganze wird heruntergebrochen auf Tage, Monate und Halbjahre. Ein Index auf der ersten Seite hilft mir dabei, schnell zu dem Thema zu gelangen, das ich gerade suche.

Ich schreibe nach dem Aufstehen meine To-Do’s für den Tag auf. Im Laufe des Tages arbeite ich einige davon ab. Mit Hilfe eines Markierungssystems habe ich im Blick, welche Dinge noch zu erledigen sind, welche ich an einem anderen Tag erledige oder welche sich von allein erledigt haben. Am Ende des Tages schaue ich auf die heutige To-Do-Liste. Ich hake die Dinge ab, die ich geschafft habe und freue mich darüber. Ich überlege, warum ich manche Dinge nicht gemacht habe. Waren andere Sachen wichtiger? Schiebe ich etwas vor mir her? Oder ist es mittlerweile überflüssig?

Wenn ich Dinge erlebe, oder mich mit Freunden treffe, mache ich dazu ebenfalls am Abend Notizen. Hat mir meine Gesprächspartnerin gesagt, was sie gut findet? Könnte ich ihr eine Freude machen, wenn ich bei unserem nächsten Treffen darauf zurück komme, oder ihr sogar diesbezüglich etwas mitbringen?

Über die Standardcollections hinaus können auch individuelle Collections gestaltet werden. Für die Veröffentlichung von Geschichten auf ricoliest.de verwende ich zum Beispiel eine selbst kreierte Übersicht.

Im Gegensatz zu den wunderschönen Bullet-Journals, die ich in den Youtube Video gesehen habe, betont Ryder mehrfach, dass der Fokus bei einem Bu-Jo auf der Funktionalität liegen sollte.

Das Bullet Journal wird so zur Dokumentation des eigenen Lebens. Eine Art Tagebuch, wenn man so möchte. Aber es ist mehr als das. Carroll spricht auch philosophische Aspekte an. So erkennt er beispielsweise, wie kurz die Zeit ist, die wir auf der Erde sind und erinnert mich daran, dass ich sie besser nutzen sollte. Dabei zitiert er Sokrates, Nietzsche, Gandhi und viele andere Menschen, die ihre Zeit mindestens so gut genutzt haben, dass sie mir heute ein Begriff sind.

Das Bullet Journal richtig benutzt gibt eine Einblicke darüber, ob man sich seinen Zielen nähert oder sich von Ihnen wegbewegt. Wenn man sich von ihnen wegbewegt, hilft Reflexion dabei die Gründe dafür zu hinterfragen.

Fazit
Zugegeben: So ein Bu-Jo zu führen bedeutet im ersten Moment eine Umstellung hin zu mehr Aufwand ohne eine sofortige Belohnung. Und auch wenn ich meines jetzt seit ein paar Monaten führe, lasse ich mich noch immer ablenken. Aber durch den regelmäßigen Blick in mein Bullet Journal, erinnere ich mich zumindest daran, was ich heute tun sollte, um meinen Zielen morgen von kürzerer Distanz aus entgegen zu gehen.
Ich bin ein Fan geworden und kann jedem nur empfehlen, es einmal auszuprobieren.

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